Yukiko hatte lila Haare, die sie mit einem Schleier zusammenbindet. Ihre Haare waren lang bis zum Rücken, doch werden nach hinten gebunden, sodass es nicht runter hängt.
Außerdem trug sie am Haar noch eine kleine blaue Blume.
Yukiko hatte einen schönen Kimono, der lila blau war. Ihre Augen funkelten blaugrau und sie hatte insgesamt ein süßes Gesicht.
Außerdem war sie 1.60 klein und ihre Figur ist eher schlank bis normal.
Heute war wieder mal ein anstrengender Unterrichtstag, denn ich musste wieder meine Ausbildung als Geisha fortfahren.
Ich, die Prinzessin von Japan, musste so viele Pflichten erfüllen.
Da blieb mir keine Freizeit mehr übrig. Eine Prinzessin ist wirklich ein sehr harter Job. Denn ich hatte mich vor paar Tagen in einen Bauerjungen verliebt. Doch es war ja klar, dass meine Eltern es mir verboten haben.
Und das ärgerte mich einfach so. Doch ich konnte mich ja nicht gegen meine Eltern durchsetzen. Das wäre einfach unvorstellbar.
Außerdem war mein Vater Kaiser von Japan und meine Mutter Kaiserin.
Aber ich hatte erst mal ganz andere Ziele. Ich musste einfach meine Ausbildung als Geisha beenden, obwohl ich gerade 14 bin.
Das Alter spielte ja noch nie eine Rolle.
„Mist!“, schrie ich auf, „Ich habe wieder mein Text vergessen.“ Deshalb ließ ich einen Schrei los und dabei fiel mein Fächer zu Boden
„Du hast wieder dein Text vergessen“, erläuterte meine Mutter, aber nicht mit einer bösen Stimme, sondern einer sanften. Sie hatte außerdem einen Kimono an und saß mit ihren Unterschenkel auf einem dünnen Kissen.
Ich übte gerade im Unterrichtsraum in unserem Schlossund übte mit meiner Mutter nochmal die wichtigen Texte der japanischen Gedichte.
„Nicht so schlimm!“, tröstete meiner Mutter, die außerdem Shizuku Shizumiya hieß, „Du wirst es heute noch in deinem Kopf kriegen und den morgigen Auftritt hinkriegen.“
Ich schaute nun auf und nahm entschlossen meinen Fächer in die Hand.
„Arigatou Gozaimashita!“, bedankte ich mich höflich für den Trost.
Morgen musste ich schließlich eine große Aufführung darbieten. Denn ich musste fast jede Woche eine Rede oder ein Theaterstück vorführen.
Bei diesem Auftritt waren auch sehr viele Leute dabei, sodass ich jedes Mal sehr aufgeregt bin.
Denn meine Stadt ist keine kleine Stadt. Ich wohnte nämlich in Tokyo, die Hauptstadt Japan.
Ich nahm den Mut zusammen und strengte mich noch mehr an, um endlich den Text auswendig zu können.
Mein heutiger Unterrichtstag endete schließlich um 19 Uhr und es war natürlich wie jeder anderer Tag ein anstrengender Tag.
„Bis bald, Mutter!“, verabschiedete ich mich und öffnete die Zimmertür auf, die aus Papier bestand.
Ich ging aus dem Zimmer hinaus und ging den Flur entlang, der mit einem glatten Holzboden bedeckt worden war. Draußen war es schon nämlich schon stockdunkel, nur das Mondlicht erleuchtete die Stadt.
Unser Schloss bestand eigentlich aus mehren Gebäuden, die eine große Fläche wegnahm. Doch in dem Gebäude, wo ich gerade Unterricht hatte, hatte es keine Stockwerke, so kam ich in den Freien ohne paar Treppen abzusteigen. Nun war ich im großen Hauptgarten des Schlosses.
Mein Weg führte nach draußen durch unseren großen Zen garten durch.
Ich wollte nämlich noch ein Nachtgebet für den morgigen Tag beten. Deshalb ging ich zum kleinen Tempel von unserem Schloss.
Dieser Tempel lag etwas abseits unseres Schlosses, da unsere Ahnen dort wohnten. So brauchte ich paar Minuten, bis ich angekommen bin.
„Oh!“, bemerkte ich, „Ich habe ja immer noch mein Kimono an. Und mein Fächer auch. Bin ich aber doof. Aber egal! Was soll´s, es wird ja sicherlich nicht lange dauern.“
Der Tempel war ein dreistöckiges Gebäude, das ich zuerst besteigen musste.
//Hätte ich meinen Schlafanzug an, dann wäre es leichter!// beschwerte ich vor mich hin.
Als ich nun endlich in den dritten Stock hochgekommen bin, sah ich nun endlich die große Glocke. Die Glocke wird immer um 7 Uhr erklingen, damit die ganzen Leute im Schloss aufwachten.
Diese hing in der Mitte des Stockes hinab und war auch sehr schön poliert.
Deshalb spiegelte sich mein Spiegelbild an der Oberfläche der Glocke wieder.
„Hört meine Ahnen!“, betete ich ein Bild von meinem Großvater mit einer sehr leisen Flüsterstimme an, „Morgen werde ich wieder ein Gedicht vortragen. Ich hoffe, dass dieser Auftritt nicht schief läuft!“
Nach diesem Gebet wendete ich mich an Gott und betete da weiter. Nun war mein Nachtgebet zu Ende und somit steckte ich meine Räucherkerze in die Schüssel mit Sand hinein.
Gong!
Machte die Glocke, denn ich schlug sie spaß halber mit dem Gongstock auf die große Glocke. Doch nur ganz leicht, sodass sie nur einen Laut gab.
So! Jetzt kann ich ja wieder runtergehen.
Doch irgendwie blieb ich stehen und wollte mich nicht wieder nach unten begeben. Denn ich erwartete jetzt irgendetwas!
Dabei starrte ich mein Spiegelbild eine ganze Weile an, und da geschah es!
Mein Bild verschwand und eine seltsame Gestalt erschien.
„Du bist eine Digiprinzessin!“, kam es plötzlich von der Gestalt.
Ich erschrak mich natürlich entsetzlich, aber irgendwie hatte ich das Erscheinen schon vorgeplant. Deshalb hörte ich ihr eifrig zu, was sie noch zu sagen hatte.
„Komm mit mir! Deine Fragen und deine Probleme werden gelöst!“, sprach die seltsame Gestalt wieder. Sie sah wirklich sehr unmenschlich aus, doch auf jeden Fall war sie keine arme Frau. Denn sie trug auch wie ich ein Kimono, dass die schönste von allen war, die ich bisher gesehen hatte.
„Ich bin die Digikönigin!“, fuhr die sogenannte Digikönigin fort.
Plötzlich fing etwas in meiner Armtasche an zu wackeln. Ich musste es rausholen und dieses wackelnde Ding war mein Fächer.
„Hä?“, fragte ich herum, „Was macht denn mein Fächer?“ Und schließlich verwandelte es sich in Nu zu einem Stock. Es war eine Art Zauberstab oder Zepter. Am oberen Ende leuchtete eine dunkelblaue Kugel.
„Das ist dein D-Zepter!“, erklärte die Digikönigin, „Hör auf deinen Herzen, was du jetzt tun muss!“
Plötzlich wusste ich nicht mehr was ich tat, denn alles spielte blitzschnell vor meinen Augen ab. Ich berührte einfach nur die Gestalt und Schwupp war ich weg. Nur mein Zepter nahm ich mit.
xStrawberryx – Mia Kamibara (14, Barcelona, Spanien)
Mia trug einen großen weißen Hut, um den ein schwarzes Band gewickelt worden war und an dem am Ende eine große Schleife zu sehen war.
Sie trug außerdem eine schwarze Halskette um ihren Hals, die mit schwarzen Edelsteinen verziert war. Mia hatte ein schwarzes langärmliges Kleid an. Die Ärmel des Kleides waren weiß und sehr weit. Außerdem konnte man an ihren Oberarmen ein schwarzes Band sehen.
Hinten war am Kleid ebenfalls eine schwarze Schleife angebracht.
Ihr Kleid ging bis über die Knie, sodass man nur noch die Unterbeine sehen konnte. Dazu hatte Mia schlichte schwarze Ballerina an, die mit zwei schwarzen Schleifen verziert waren.
„Boah! Das Meer ist so schön!“, bewunderte ich das blaue Mittelmeer und spielte mit meinen Freundinnen am Strand herum. Der heutige Tag war recht schön, sodass ich am liebsten den ganzen Tag hier am Strand verbringen wollte.
Das ging aber leider nicht. Ich durfte ja nur noch eine Stunde mit meinen 3 besten Freundinnen, die auch 14 waren, den Tag genießen.
Doch da war noch meine Oma! Ich musste wirklich jedes einzelne Wort auf meiner Großmutter hören.
Deshalb hatte ich noch nie solange frei, wie die anderen.
Das ärgerte mich dermaßen, doch leider konnte ich doch nicht gegen meiner Großmutter widerstehen.
Mein Vater sagte auch immer, Oma sage immer das richtige.
Doch ich finde das einfach unfair, dass Kinder immer auf Erwachsenen hören müssen.
Naja daraus werde ich mir den Kopf nicht zerbrechen, denn daran habe ich mich schon längst gewöhnt.
So! Genug über meinen Alltag geredet!
Das Meer von Spanien glänzte im Sonnenlicht und ich vergaß den Alltag.
„Hey Mia!“, rief Inez, einer meiner Freundinnen, „Musst du jetzt nicht gehen?“
Sie schaute auf die große Sonnenuhr, die an einem Haus hing.
Der Strand war außerdem gar nicht weit von der Stadt entfernt, sondern der Strand lag 1 m tiefer. So mussten wir nur die Treppe hochgehen, bis wir auf dem Bürgersteig standen.
Da bemerkte ich wirklich, dass eine Stunde rum war. So schnell konnte die Zeit vergehen.
Denn jetzt hatte ich Sprachunterricht. Für ein adliges Mädchen gehörte es sich natürlich, dass sie viele Sprachen sprechen konnte.
Bis jetzt konnte ich natürlich Spanisch und Portugiesisch. Von meiner Oma lernte ich gerade Französisch, Englisch und ein bisschen Deutsch.
Meine Mutter brachte mir nichts bei, denn … sie war … schon tot.
Aber ich möchte darüber nicht viel sprechen und packte meine Tasche weiter ein.
Nun war ich gerade auf dem Weg nach Hause, wo meine Großmutter mich natürlich sehnsüchtig erwartete.
Unser Haus lag im Stadtleben, deshalb war es auch natürlich sehr teuer. Doch mein Vater hatte einen guten Job in Barcelona, denn er besaß ein Unternehmen, das richtig große Entdeckungsschiffe herstellte.
Tja, nun ging ich am Stadtrand entlang, denn ich machte einen großen Umweg.
Ich wollte nicht so schnell zum Unterricht erscheinen, besonders wollte ich meine Großmutter nicht wiedererblicken.
Heute war alles so angenehm warm, sodass ich den Sparziergang genoss.
Meine Blicke wanderten nach rechts und da sah ich ein wunderschönes riesiges Sonnenblumenfeld.
//Das Feld ist ja so schön!//bewunderte ich die vielen gelben Sonnenblumen, die ihren Kopf in Richtung Sonne ausstreckten//Naja ein Sparziergang durch das Feld kann ja nicht schaden!//
Also ließ ich meine Tasche auf dem Bürgersteig liegen und hüpfte durch das Sonnenblumenfeld munter umher.
Meine Gedanken an den Unterricht verschwanden aus meinem Kopf, sodass ich mich gar nicht sorgte.
„Lalala!“, sang ich neben mir her und roch die wunderschönen Blüten.
Und eines dieser Sonnenblume roch so herrlich!!! Sie war nebenbei auch wunderschön, sodass ich sie irgendwie mit nach Hause nehmen wollte.
So pflückte ich die Sonnenblume, was irgendwie sehr locker im Boden war, heraus.
„Diese Blume möchte ich in meinem Zimmer aufhängen“, sprach ich verrückterweise mit der Blume. Doch das wunderte mich gar nicht und hüpfte fröhlich durch das Feld weiter.
Vom Wind gab es eine kleine Brise, sodass die Blumen wehten.
//Ah! So ein schöner Duft//genoss ich den wunderschönen freien Moment,
aber auch die sehr heiße Hitze. Denn die Hitze war jetzt weniger erträglich, sodass diese Brise eine reiche Erfrischung gab.
Als das Sonnenblumenfeld nach 500 m endete erstreckte sich ein großes Spargelfeld.
//Oh!//bemerkte ich//Hier endet ja schon das Dorf. Ich glaube ich kehre lieber zurück.//
Das große weite Feld war keinen Sparziergang mehr wert, denn es war eher eine Wanderung durch eine Wüste.
So wollte ich mit meiner Blume in der Hand zurück nach Hause umkehren.
Doch irgendetwas hielt mich davon ab, nicht nach Hause zu gehen, sondern weiterhin das große Feld anstarren. Es bildete sich wegen der Hitze schon langsam eine wellige Spiegelung, sodass ich dachte, es wäre Wasser auf dem Boden zu sehen.
Doch es war ja nur eine Sonnenspiegelung.
Plötzlich bildete sich an der Spiegelung eine seltsame Gestalt.
//Was ist das?// kam mir durch den Kopf und ich erschreckte zurück// Ist das eine Phatamogana?//
Ich wollte eigentlich so schnell wie möglich weglaufen, doch mein Gefühl sagte, dass ich nicht weglaufen sollte.
Diese Gestalt wurde immer sichtbarer, doch immer noch sehr verschwommen.
„Komm mit mir! Du bist einer der auserwählten Digiprinzessinnen!“, sprach plötzlich die Frauengestalt, das jetzt endlich etwas sichtbarer geworden war, „Ich bin die Digikönigin und die Digiwelt braucht deine Hilfe!“
Die Sonnenblume in meiner rechten Hand wackelte plötzlich ganz stark, sodass es nach einer Sekunde sich verwandelte.
Der Zauberstab oder Zepter sah wunderschön aus, denn am oberen Ende leuchtete eine pinke Kugel.
„Was passiert da?“, fragte ich die Digikönigin erschrocken, „Was ist das?“
„Dieser Stab ist nun dein D-Zepter, mit dem du in der Digiwelt klarkommen wirst“, antwortete sie klar.
Ich war mir wirklich unsicher, was sie damit meinen könnte, aber mein Herz sagte, dass dadurch mein Leben sich verbessern wird. Besonders die Beziehung zu meiner Großmutter.
„Ja!“, antwortete ich entschlossen, denn mein Gefühl war dabei.
Doch mein Gewissen hielt mich zurück, wegen meiner Familie.
//Aber dieses Abenteuer wird in meinem ganzen Leben eine sehr große Bedeutung spielen// sah ich entschlossen voraus und hörte weiter die Stimme an.
„Folg mir einfach!“, erklärte die Digikönigin und somit folgte ich ihr in die Spiegelung. Nur mein D-Zepter nahm ich mit.