Animefan Michael  
 
  Kapitel 4 14.06.2026 03:09 (UTC)
   
 

Die Shinigami


Die Sonne ging unter und Masuro, Sensei Kai, Akemie und auch Takeru legten sich in ihre mitgebrachten Schlafsäcke auf den Boden hin und hatten ein Lagerfeuer gemacht. Sensei Kai schlief in der Nähe von Sensei Akemie und Masuro schlief mit großen Abstand von allen drei entfernt.

„Ähm… Darf ich was fragen Takeru?“, fragte Sensei Kai Takeru in seinem Schlafsack und seine Augen schauten nach oben.

„Ja klar. Ich bin für jede Frage offen“, antwortete Takeru ohne Zögern.

„Ich möchte zu dir nicht böse sein, aber warum hast du uns vorhin angegriffen?“, fragte sich Sensei Kai ohne Takeru anzuschauen.

„Ähm…“, zögerte Takeru, „Es ist so. Ich habe eine Mission vom Mizukage bekommen. Also Sensei Akemi und ich. Wir müssen Gegner von Kirigakure aus dem Umfeld vom Dorf verscheuchen. Es sind 2 Kämpfer, die keine Ninjas sind.

Man nennt sie Shinigami. Ich selber weiß nicht so viel über Shinigamis.“

„Shinigamis? Was sind das für Kämpfer?“, fragte Sensei Kai leicht geschockt.

 

„Shinigami sind Kämpfer aus dem Dorf SoulSocieties. Man erkennt sie durch ihre langen lockeren schwarzen Klamotten. Außerdem kämpfen sie immer mit ihren mächtigen Schwertern“, antwortete Sensei Akemie ernst, sie wälzte sich in ihrem Schlafsack.

„SoulSocieties? Noch nie davon gehört. Aber dieses Dorf ist hundertprozentig kein Ninjadorf, denn es endet nicht mit einem „gakure“.“, Sensei Kai war sich sehr sicher. Er hielt für einen Moment inne, dann setzte er seine Rede fort, „Was haben diese Shinigamis denn gemacht?“, fragte Sensei Kai rätselnd.

 

„Es war grade mal vor paar Tagen. In Kirigakure war ein ganz normaler Tag.

Niemand ahnte etwas Schlimmes. Das Haupttor war zu, denn unser Mizukage ist ganz neurotisch. Außerdem ist unser Tor ein Wasserfall, den man spalten kann und wieder schließen kann. Das dient super für ein Tor.

Doch plötzlich erstarrte unser Wasserfalltor zu Eis. Ich selber habe alles von meiner hohen Wohnung in der Nähe des Tors aus beobachtet. Alle kennen mich in der Stadt als Meisterin des Eises, doch sogar so einen Angriff konnte ich bestimmt nicht ausüben, denn diese Vereisung vereiste das ganze Stück Tor  komplett, sodass kein Wasser mehr fließt und alles still gelegt wurde.

Alle Torwächter staunten über dieses Phänomen und gerieten auch in Panik.

Alle wollten so schnell wie möglich den Mizukage holen, doch dann hörten sie jemand laut rufen. „ZANGETSU!!!“ 

In diesem Augenblick brach die ganze Eiswand zusammen und eine große Staubwolke entstand. Wir konnten alles gar nichts sehen und den Mizukage berichten. Ich habe meine Augen noch etwas geöffnet und konnte 2 Shinigamis sehen, die gerade in unser Dorf hinein rannten. Sie rannten sehr schnell zu unserer Dorfapotheke und überfielen es. Die Apotheke lag in der Nähe des Tors und somit konnte man auch dort nichts erkennen. Ich selber habe nur sehr unscharf gesehen. Meine Ninjaskollegen auf dem Boden haben gar nichts erkannt.

Der Staub nach dem Einsturz der Eiswand war so groß, dass sich um den ganzen Haupttoreingang alles verstaubte. Ich war zum Glück oben auf einem Hochhaus und habe die 2 Shinigamis von oben aus beobachtet.

Sie wollten irgendeine Medikament stehlen, doch diese war irgendwie für sie nicht zu finden. Sie mussten sich ja schnell beeilen, damit die Staubwolke nicht weg wehte, also haben sie leider unseren berühmten Apotheker der Stadt Herr Zanzento geschnappt und wollten aus dem Dorf – sie benutzten das große Tor fliehen. Der eine Shinigami, der unseren Apotheker unter Arm festhielt, war ein Junge, hatte ein langes Schwert auf dem Rücken und wollte Richtung Haupttor fliehen. Die andere Shinigami war ein Mädchen, das von der Körpergröße her, Recht klein war. Sie lief hinter ihm und schaute herum, um eine ideale Rückendeckung zu bilden.

Ich habe die Entführung rechtzeitig bemerkt und warf ein Kunai in Richtung der beiden Shinigami, doch irgendwie hat das Shinigami Mädchen von hinten den Kunai bemerkt und machte mit ihrem Schwert eine komische Attacke.

Sie rief laut: „Some no Mai, tsukishiro“ und ein geller Kreis bildete sich auf dem Boden unter ihr. Dieser Kreis leuchtete weit nach oben, aber ich wusste nicht, was das zu bedeuten hatte. Als mein Kunai in den „Lichtzylinder“ hineinflog,

erstarrte plötzlich mein Kunai zu Eis. Ich selber konnte ja Eisjutsu, aber das wollte ich gar nicht, dass mein Kunai plötzlich zu Eis erstarrte.

Es musste wohl an diesem Kreis liegen, der bis in den Himmel leuchtete.

Denn in dem Augenblick, als mein Kunai in diesem Lichtkegel vorbeiflog erstarrte es zu Eis. Das war wie Zauberei.

Die beiden Shinigamis sind schließlich mit Herr Zanzento geflüchtet. In paar Sekunden verschwand dieser Staub und alle wunderten.“

„Wow, das ist ja schrecklich. Aber warum haben diese Shinigamis ausgerechnet ihn entführt?“, fragte sich Sensei Kai in der Luft starrend Akemie.

„Du musst wissen“, fuhr Sensei Akemie fort, „ dass Kirigakure berühmt ist für ihre Medizine. Kiri hat die beste Medizin aller Ninjadörfer, aber ich weiß nicht, 

wofür sie Medizine von uns gebrauchen könnte. Außerdem hat Herr Zanzento den besten Laden in Kirigakure und stellt somit das beste Medizin auf der ganzen Welt her, deshalb gibt es auch Medizinhandel mit anderen Ninjadörfern.

Aber nur mit Ninjas und nicht mit anderen, wie diese Shinigami.“

„Aha. Aber warum brauchen die Shinigami plötzlich jetzt Medizin?“

„Das weißt niemand... Und unsere Mission ist es, diese 2 Shinigamis aufzuspüren und den alten Herr wieder zurückzuholen.“

„Und kann ich dir helfen? Denn Masuros Mission ist es, nach Kirigakure zu reisen und dort das Element Wasser zu lernen. Hab ich recht, Masuro?“, fragte Sensei Kai im Schlafsack den Jungen, doch er schien schon eingeschlafen zu sein.

„Na toll“, seufzte Sensei Kai und beugte sich nach vorne, um Takeru zu sehen.

Doch dieser schlief auch schon tief und fest.

„Na dann“, sprach Akemie zu Kai, „ sollen wir auch schlafen. Außerdem kann ich den Jungen bei seiner Mission auch behilflich sein.“

„Wirklich?“, fragte Kai mit Begeisterung, „Vielen Dank. Ich mach mir nämlich schon seit dem Reisenaufbruch große Sorgen. Aber mit der Unterstützung deiner Hilfe bin ich etwas erleichterter.“

„Gut“, lachte Akemie freundlich, „Ich werde ihn gerne begleiten.“

„Danke vielmals für deine Unterstützung, aber er muss zu einem bestimmten Ninja. Er soll den Namen Wassermeister tragen. Kennst du ihn vielleicht?“

„Ja klar. Er ist einer der 3 Sannin in Kirigakure. Jeder im Dorf kennt alle 3 Sannin. Unserer Mizukage war übrigens auch ein Sannin.“

„Ah dann kann ich dir alles überlassen. Danke nochmals“, freute sich Sensei Kai und schaute rüber zu Masuro und Takeru, „Ich glaube, wir sollten auch schlafen.“

„Ja du hast Recht“, bestätigte Akemie und die beiden Jonins schliefen dann auch.

 

Als die ersten Strahlen der Sonne über das erloschene Lagerfeuer strahlten, wachte Sensei Kai auf. Er wachte als erster auf und schaute sich zuerst mal umher. Nun packte er seinen Schlafsack in den Rucksack ein und räumte das schwarze Holz weg. Er wollte möglichst das Einpacken leise machen, damit er niemanden aufweckte.

Als er gerade mit dem Aufräumen und Einpacken fertig war, wachte Sensei Akemie auf. Sie gähnte zunächst mal und war beeindruckt, dass alles so fertig aufgeräumt war.

„Wow! Hast du das alles gemacht?“, flüsterte Akemie zu Kai.

„Ja, Ich wache immer so früh auf. Da ich nichts zu tun hatte, habe ich aufgeräumt.“

„Das ist sehr nett von dir. Damit ersparst du mir viel Arbeit. Danke!“

„Gern Geschehen!“, antwortete Kai und wird etwas rot in seinem Gesicht.

 

Nach einer Stunde wachte auch Takeru auf. Er rieb mit seiner Hand seine Augen und war auch sofort wach. Der schwarzhaarige Junge schaute umher und bemerkte, dass Masuro immer noch schlief. Auch sah er Sensei Kai und Sensei Akemie an einem Stein sitzen, um etwas zu besprechen. Sie hatten eine Karte auf dem Stein liegen und zeigten diskutierend hin und her. Takeru ging nicht zu den Senseis, sondern räumte zuerst mal seine Sachen auf und zog sich um.

Er hatte eine hellbraune Tasche um die Hüfte, wo seine Ninjaszeug aufbewahrt waren. Sein Stirnband aus Kirigakure band er um seinen Hals. Seine Haare standen etwas durcheinander hoch. Er hatte einen Pulli in braungelb an und eine Hose in hellem schwarz.

 

Als Takeru erst zu den Senseis zuging, bemerkten sie erst jetzt, dass Takeru aufgewacht war.

„Ahh! Takeru!“, sagte Sensei Akemie, „ Hast du denn gut geschlafen?“

„Ja, aber irgendwie war es auch ein bisschen laut“, antwortete Takeru etwas genervt.

„Das war natürlich Masuro, der so laut geschnarcht hat!“, antwortete Sensei Kai lachend und schaute nach Masuro, der sich gerade streckte und laut gähnte, sodass eine Blase aus seiner Nase platzte.

Takeru schaute kurz den schlafenden Jungen an und grinste ein wenig zu Sensei Kai. Der guckte nur empört zu Masuro hinüber.

 

Kurze Zeit darauf platzte noch eine Rotzblase aus Masuros Nase und er wachte erschreckend auf, da das Platzen der Rotzblase ihn aufgeweckt hatte.

Er sah die 3 Ninjas noch am Stein sitzen und wollte sich schnell umziehen, denn es war ihm peinlich als letzter auf gewacht zu sein und dabei seine Rotze bis hin zum Mund hinunter lief.

Als auch der letzte fertig war, setzten nun endlich alle am Stein, der als Tisch diente.

„Masuro“, sprach Sensei Kai zu Masuro, der sich gerade setzen wollte, „Ich muss nachher über unsere kleine Zwischenmission erzählen.“

„Was?“, fragte Masuro erstaunt zugleich auch etwas verwirrt, „Was für ‘ne Zwischenmission? Ich dachte, ich muss nach Kirigakure weiter.“

„Ja, aber wir helfen kurz Akemie und Takeru bei ihrer Mission“, erklärte Kai.

„Ich weiß aber gar nichts davon und ich will schnell nach Kiri!“, erwiderte der Ninja.

„Aber diese Mission ist auch bedeutend für die Zukunft der Ninjas, denn es sind unbekannte Gegner aufgetreten“, versuchte Sensei Kai Masuro zu überreden.

„Unbekannte Feinde? Sind es keine Ninjas?“, fragte der Junge erstaunend.

„Ja, es sind Shinigamis“, antwortete der Jonin und Akemie erklärte die ganze Geschichte, was sie gestern Nacht Sensei Kai erzählte.

„Und deshalb haben wir gerade eben, als du noch geschlafen hast, einen Plan gemacht. Sie zeigte auf die Karte, das noch auf dem Stein lag.

„Na gut ich werde auch mithelfen“, seufzte der gähnende Junge.

„ OK“, fuhr Akemie fort, „Wir gehen davon aus, dass hier auf der großen Wiese eine Hütte der beiden Shinigamis ist. Das ist ihr Hauptquatier. Die Anbuninjas, also Spionierninjas, haben diese Hütte entdeckt. Wir werden heut Mittag diese Shinigamis angreifen. Wir sind zum Glück zu viert und haben daher eine viel höhere Gewinnchance.“

Akemie guckte auf die Karte und erzählte ihren Plan, den sie mit Sensei Kai gemacht hatte, Takeru und Masuro.

„So! Das ist der Plan zum Angriff“, sagte Sensei Kai.

 

Die Sonne stand schon ganz oben und das Ninjateam suchte noch die Hütte von dem Hauptquatier der Shinigamis.

Sie sprangen von Ast zu Ast, von Baum zu Baum. Diese Fortbewegung war typisch für Ninjas auf Missionen, denn sie wollten natürlich schnell sein.

 

Plötzlich blieb Sensei Akemie auf den Boden stehen, hielt ihren Arm hoch, um ein Zeichen zum Anhalten zu geben und schaute versteckt aus einem Busch heraus.

„Guck da!“, machte Sensei Akemie das Team aufmerksam, „Wir haben das Versteck gefunden. Aber sie dürfen uns nicht bemerken.

Die Hütte war auf eine kleines Stück Wiese, das von einem Wald umgeben ist.

Somit konnten die Ninjas im Wald sich verstecken und die Hütte von dort aus beobachten.

„Folgen wir den Plan!“, wies Sensei Kai daraufhin, „Masuro und Takeru, ihr versteckt euch hinter die Hütte und wir beiden verstecken uns noch im Wald vor der Tür.

Sensei Kai gab ein Zeichen und alle rannten blitzschnell auf ihre Position.

Masuro sah aber immer noch unglücklich aus, denn ihn gefällt nicht, dass er mit Takeru zusammenarbeiten musste. Denn der Kampf der beiden hatte Masuro immer noch nicht vergessen. Er guckte verärgert vor sich hin und sprach mit Takeru kein Wort. Die beiden Ninjas schlichen sich zum Hintereingang der Hütte.

Ihr Plan war es nämlich, dass die Senseis vor der Eingangstür Aufmerksamkeit erregte und Masuro und Takeru die Gelegenheit schnappte, um den Herr Zanzento aus der Hütte herauszubringen. Es war soweit. Alles waren auf ihren Plätzen und es konnte beginnen.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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